Grenzenlos Business: Die Treppe von oben fegen!

Seit der Jahrtausendwende trainiere ich in Firmen und coache Inhaber, CEOs und Vorstände. Grenzenlos Business: Die Treppe wird von oben gefegt ist die Quintessenz all dieser Jahre.

Was heisst das?

Ganz einfach: Wasser predigen und Wein saufen funktioniert auf Dauer in keinem Bereich des Lebens, schon gar nicht in Zeiten von Personalknappheit und Sinnsuche. Oft habe ich auf Seminaren und Trainings erlebt, dass man mir entgegnete: „Alles gut und schön, was wir hier machen, aber hier bei uns … … geht das nicht. … darf keiner den Mund aufmachen. … werden neue Ideen nicht unterstützt“ und vieles Vergleichbares mehr.

Die Reaktionen der Inhaber, Vorstände und Führungskräfte hierauf sind sehr unterschiedlich. Von „perfekten“ Führungskräften, die nur von Idioten umgeben sind bis zu betroffenen Führungskräften, denen diese Reaktionen nicht bewusst sind und die aus tiefstem Herzen das Beste wollen, reicht das Spektrum der Reaktionen.

Die allermeisten meiner Coachings auf der obersten Ebene der Unternehmen entstanden aus solchen Situationen und haben mir bewusst gemacht, dass Training ohne Bewusstsein und Wandel an der Spitze nie zum dem führt, wonach die Unternehmen heutzutage lechzen und gieren – Change, Wissenskultur, Balanced Leadership.

Grenzenlos Business bedeutet, das Potential eines Unternehmens zu befreien, noch besser zu entfesseln. JEDE Firma ist und kann viel mehr (sein), als das was sie zu einem aktuell gegebenen Zeitpunkt ist. JEDE Firma ist immer das Abbild der Grenzen ihrer Inhaber oder ihrer Topebene.

Genau an diesen Grenzen scheitern so viele Konzepte – sie werden nicht durchgängig implementiert, sondern aktionistisch und symptom-orientiert ausgerollt. Die Verkaufszahlen gehen runter – der Verkauf wird geschult. Das bringt aber in ganz vielen Fällen nichts oder nur wenig, weil es nicht die wahren Grenzen beseitigt, die den Erfolg des Unternehmens beschränken.

Geschäftsführer denken bis zum nächsten Bankgespräch, Vorstände bis zum nächsten Quartalscall. Das müssen sie (leider) oft auch und das sind Rahmenbedingungen, die man nicht ignorieren kann. Meine Erfahrung ist aber, dass die Rahmenbedingungen sehr oft die Grenzen sind, die das Denken, Wachstum und die Entwicklung der Handelnden stark oder komplett begrenzen.

Was habe ich von meinen Mentoren seinerzeit lernen dürfen?

Führen heisst: Grenzenlos …

  • … vorangehen
  • … vorleben
  • … Vorbild sein
  • … begeistern
  • … gross denken
  • … zuhören
  • … vertrauen
  • … loslassen
  • … konsequent sein
  • … neue Grenzen entdecken

Wer diese 10 Prinzipien des grenzenlosen Lebens zum Maßstab seines Lebens und täglichen Handelns macht, erreicht zwangsläufig, was schon Laotse wusste:

Der beste Führer ist der, dessen Existenz gar nicht bemerkt wird, der zweitbeste der, welcher geehrt und gepriesen wird, der nächstbeste der, den man fürchtet und der schlechteste der, den man hasst. Wenn die Arbeit des besten Führers getan ist, sagen die Leute: »Das haben wir selbst getan«.

Warum sagen die Menschen beim besten Führer, dass sie es selbst getan haben?

Ganz einfach, weil gute Führung die Kraft und das Wissen in den Menschen freilegt, um die Arbeit wirklich selbst getan zu haben! Führen heisst nicht selber tun, Führen heisst Befähigen zum Tun. Und sehr gute Führung stellt sicher, dass die Menschen in die Lage versetzt werden ständig zu wachsen und die vor ihnen liegenden Grenzen SELBST zu überschreiten.

Wie soll ein Bereichsleiter vorangehen, wenn der Vorstand ständig zögert, verschiebt und überlegt? Wie soll ein Verkaufsleiter Vorbild sein und vorleben, wenn sein Chef nicht weiss wie das geht? Selbst wenn er es kann – er wird es bei diesem Chef verlernen oder die Firma verlassen. Wie sollen die Mitarbeiter begeistert sein, wenn Begeisterung im Unternehmen nicht gelebt wird? Wie soll großes Denken entstehen, wenn schon kleinste Vorschläge in der Hierarchie zermahlen werden? Wie kann man Zuhören und Vertrauen erwarten, wenn es nicht zur Unternehmenskultur gehört? Kann jemand Loslassen, der ständig kontrolliert wird? Und wie soll Konsequenz in einem Unternehmen gelebt werden, wo es heute links und morgen rechts herum geht?

Die Antwort auf alle diese Fragen ist dieselbe: All dies geht nicht, wenn es nicht im Unternehmen gelebt wird und Grenzüberschreitung zur gelebten Kultur erklärt wird. Genau deshalb verlieren jedes Jahr sehr viele Unternehmen den Anschluss oder sind nur noch Zombie-Unternehmen – sie entdecken keine neuen Grenzen mehr und warten auf den Tod in der nächsten Krise.

Aus der Praxis für die Praxis.

Ich hatte in den letzten 3 Tagen Besuch von 2 tollen Unternehmern aus Deutschland. Mittelstand. Hidden Champions. Weltmarktführer in ihrem Bereich. Vorbild für andere, von außen ein Leuchtturm. Aber auch solche tollen Unternehmer haben ihre herausfordernde Todo-Liste.

Wir besprachen die Schwierigkeiten der Mitarbeitergewinnung im Jahr 2020, die Tatsache, dass Marktbegleiter sogar Fangprämien für Mitarbeiter bezahlen. In diesem Umfeld hat das Unternehmen kein leistungsorientiertes Vergütungssystem mit Motivationskomponenten. Das wird nicht ewig möglich sein.

Wir besprachen Mitarbeiterführung und wie man mit Ansprüchen und Forderungen von Mitarbeitern umgeht. Das derzeitige Konzept ist Reagieren statt Agieren. Menschenführung hiess schon immer ein so rundes Paket anzubieten, dass die Menschen einfach zufrieden sind. Menschenführung hiess ebenfalls schon immer, den Menschen im Unternehmen eine Vision aufzuzeigen, die ihnen Entwicklung, Förderung und Herausforderung ermöglicht. Oder mit meinen Worten: Grenzen zu überschreiten. All dies ist 2020 wichtiger als je zuvor und es wird noch viel wichtiger werden!

Wir besprachen, dass ihre Unternehmen nicht auf Autopilot laufen – obwohl dies möglich wäre. Ja, Vertrauen und Loslassen kann viel Geld kosten, wenn Dinge falsch laufen. Das ist aber keine gute Erklärung dafür, es nicht zu versuchen, denn es nicht zu versuchen ist auf Dauer viel teurer. Wenn die Mitarbeiter leistungsorientiert bezahlt wären, würde Vertrauen und Loslassen leichter sein, denn die Mitarbeiter würden anders über die Konsequenzen ihres Handelns nachdenken. Alles ist mit allem verbunden, das eine geht ohne das andere oft nicht.

Ohne Autopilot rufen die Mitarbeiter für viele Details an und dies führt sogar so weit, dass diese sehr erfolgreichen Menschen sich damit beschäftigen Zahlungen aus 8.000 Kilometer Entfernung selbst durchzuführen! Das kann man machen und man stellt dann auch sehr gut fest, dass man wahnsinnig viel zu tun hat. Was ist der Kern des Problems? Viele erfolgreiche Unternehmer erkennen nicht Mit-ARBEITER sondern Mit-LÄUFER in ihrer Firma und lassen nicht los. Und die Mitarbeiter werden zur Unselbstständigkeit geführt.

Last, but not least: diese tollen Unternehmer haben ein Superprodukt erfunden, dass sie als die Erfinder auch heute noch konkurrenzlos anbieten könnten. Aber sie stellen fest, dass es nicht mehr so gut läuft, wie es einmal lief. Warum bloss? Die Webseite ist von 2012, das Marketing ist Steinzeit und das für die Zielgruppe essentielle Social-Media-Marketing findet nicht ordentlich statt.

Dann ist es normal, dass das Geschäft zurückgeht und andere überholen. Wer seine Grenzen akzeptiert und es sich in Ihnen behaglich macht, wird meistens überholt!

Wenn Du – ja ich Duze auch Vorstände und Geschäftsführer, weil meine Botschaften sehr persönlich sind und so besser verstanden werden können – meinst, dass ich auch Dir helfen kann, Dein Business grenzenlos und in die nächste Dimension zu führen schreibe mir an klaus@grenzenlos-leben.com. Wir werden Deinen Weg finden!

Was sind Deine Erfahrungen zu den in diesem Beitrag beschriebenen Punkten? Schreibe es mir bitte in den Kommentaren. Die Basis meines Handelns findest Du hier:

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