Wie wär’s mit helfen?

„Wie wär’s mit helfen?“ frage ich mich seit einiger Zeit immer wieder. Der derzeitige Corona-Wahnsinn richtet das Brennglas wieder einmal sehr scharf auf die Menschheit. Grenzübergreifend flippen alle aus. In vielen Ländern findet ein Ansturm auf die Supermärkte statt, Klopapier ist vielerorts flächendeckend ausverkauft.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich meine das es gut und richtig ist, sich auf schlechte Zeiten vorzubereiten. Immer! Ich bin noch in einer Zeit aufgewachsen mit Eltern, die das beherzigt haben. Meine Mutter und meine Großmutter bevorrateten immer alles, was man in schlechten Zeiten brauchte. Beide wären nicht losgerannt in der derzeitigen Zeit und hätten die Läden leer gekauft. Es war immer genug da. Sie halfen stattdessen Menschen, die nicht in der Lage waren, sich selbst zu helfen.

Geben ist seliger denn Nehmen. Living is giving.

Diese uralte Weisheit ist leider 2020 flächendeckend und grenzüberschreitend unter die Räder gekommen. Egoismus, Selbstüberschätzung, Größenwahn und Rücksichtslosigkeit sind sicher noch nicht die Regel, gewinnen aber zunehmend an Verbreitung.

Der moderne Mensch guckt lieber auf sich als auf andere, hilft lieber sich, als dem, der es wirklich braucht und wird in dieser völlig übersteigerten Selbstwahrnehmung oft von den sozialen Medien noch unschön unterstützt.

Ein Teil des Problems ist, dass Eltern heutzutage in der Erziehung Ihrer Kinder in vielen Fällen ausfallen. Eltern sind keine Eltern mehr, von denen sich Kinder ablösen können, weil sie versuchen, ihre Kinder auf ‚Augenhöhe‘ zu erziehen, Freunde der Kinder zu sein. Dabei kommt die Vermittlung von Orientierung und Werten immer mehr unter die Räder.

Mir fällt diese Entwicklung ganz besonders in den USA auf, Deutschland ist – wie immer – ein paar Jahre hinterher. Hier wird eine Generation lebenuntüchtiger Menschen herangezogen, was mir Angst macht. Kinder werden in dicken Wattepaketen erzogen fernab der Realität, fernab der wirklichen Umwelt, fernab des realen Lebens. Alles wird den Kindern abgenommen, sie erhalten jeden Wunsch von den Lippen abgelesen und fast alle Probleme werden für sie gelöst. Mir sind hier bisher noch nicht viele junge Menschen begegnet, die mit 20 Jahren ausreichend aufs Leben vorbereitet sind bzw. waren.

Insofern ist eine der wichtigsten menschlichen Tugenden, Helfen, in den letzten Jahrzehnten auch im wichtigsten Lebensbereich, der Familie, oft unter die Räder gekommen. Eltern helfen ihren Kindern mit diesem Erziehungskonzept in keiner Weise. Die Kinder müssen das, was sie zu Hause nicht gelernt haben, hinterher doppelt hart im wirklichen Leben lernen.

Vor diesem Hintergrund ist die derzeitige Corona-Krise viel mehr Chance als Krise. Die Menschen könn(t)en sich rückbesinnen. Sie könn(t)en wieder mehr einander helfen. Sie haben einmal Zeit innezuhalten und nachzudenken. Und Sie können sich überlegen, was im Leben wirklich zählt.

Wer die Gesetze des Lebens versteht und verstanden hat, weiß dass nichts im Leben zufällig passiert und geschieht. Die Chancen, die die derzeitige Krise bietet, sind weit größer, als die Risiken. Ich wünsche so vielen Menschen wie möglich, dass sie dies erkennen und den uralten Glaubenssatz ‚Krise ist Chance!‘ in ihr Leben integrieren.

Was sind Deine Erfahrungen im Leben mit Krisen? Schreib es mir bitte in den Kommentaren. Ein anderer guter Beitrag in diesen Zeiten:

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