Die FEEL-Methode

Was bedeutet „FEEL: Find – Experience – Erase – Leave“ werde ich immer wieder gefragt. Oder auf Deutsch: FEEL: Finden – Erfahren – Entfernen – Loslassen. Dass die Methode den Namen FEEL trägt ist kein Zufall, denn Fühlen ist die Basis dieses Konzeptes, das ich auch mit Circle of Life (der endlos ist) oder Lebensweg beschreibe.

Das FEEL zugrunde liegende Muster habe ich um die Jahrtausendwende herum erkannt und zu einem Handlungskonzept entwickelt, als ich aufhörte Manager zu sein und Unternehmer wurde. Ich praktiziere sie seitdem bewusst an jedem Tag und gebe sie seit rund 15 Jahren an andere Menschen weiter. 

Mir war zunächst das Muster nicht klar, als ich mich fragte, warum ich unbedingt Unternehmer werden wollte. Ich suchte nach dem Muster hinter meinem Handeln in meinem Leben bis dahin und stellte fest, dass ich – unbewusst – mein ganzes Leben einem Regelkreis gefolgt war, der immer gleichförmig verlief. Ich fand quasi die Blaupause meines privaten und beruflichen Lebens.

Ich habe mein Leben bis zu dieser Erkenntnis unbewusst immer nach dem Muster der FEEL-Methode geführt. Von der Entscheidung nur nebenbei zur Schule zu gehen und lieber zu arbeiten bis zu meiner letzten Geschäftsführertätigkeit. Von meinem ersten Autokauf bis zum Kauf meines ersten Hauses (ohne einen Pfennig Eigenkapital, das ging 1987 noch). Bei der Entscheidung Beziehungen aufzubauen und bei der Entscheidung Beziehungen zu beenden. Immer.

Der Nordstern oder die Bestimmung meines Lebens ist Freiheit und Unabhängigkeit, deshalb lebe ich heute auch in den USA und habe Deutschland hinter mir gelassen. Wer Freiheit und Unabhängigkeit liebt und braucht, ist sehr sensibel in Bezug auf Grenzen und Beschränkungen. Insofern habe ich – so lange ich denken kann – Grenzen gesucht, in Frage gestellt und meistens nicht akzeptiert. Mein Motto war und ist immer: Geht nicht gibt’s nicht.

Ich stellte fest, dass ich mein ganzes Leben lang nach Grenzen gesucht habe. Grenzen, die mich einschränken, Grenzen, die verletzen, Grenzen, die ungerecht sind. Mir wurde bewusst, dass ich ununterbrochen Grenzen FINDE. Dies ist nicht schwer, wenn man bewusst und aufmerksam durch sein Leben geht. Viele Menschen tun dies leider nicht und klagen dann über das Hamsterrad, in dem sie laufen.

Eine Grenze als solches ist nichts Schlimmes, wenn man sie nicht kennt oder nicht weiss, dass sie einen wie auch immer betrifft. Grenzen per se sind weder positiv noch negativ, sie sind genauso wichtig oder unwichtig wie ein Bordstein an sich oder ein Dachziegel. Alle Dinge im Leben werden erst durch die Bedeutung, die Du ihnen gibst, wichtig oder unwichtig. 

Ich stellte also rückblickend fest, dass ich die Grenzen in meinem Leben nur deshalb als solche wahrgenommen habe, weil ich ihnen eine Bedeutung beimaß. Hierdurch konnte ich die Grenzen in meinem Leben ERFAHREN.

Die Erfahrung einer Grenze kann positiv, negativ oder neutral sein. Die Erfahrung, das Kennenlernen einer Grenze ermöglicht überhaupt erst deren Bewertung. Und die Bewertung der Grenze ist dann die Grundlage für die Entscheidung, wie man mit dieser Grenze umgehen wird und will.

Ich erkannte in der Rückschau, dass ich – unbewusst – immer nur die Grenzen überschritten habe, die wichtig für meine persönliche Entwicklung waren. Ich habe – gegen den entschiedenen Widerstand meiner Eltern – mit 14 Jahren die Schule schleifen lassen und nächtelang gearbeitet. Das war wichtig für mich. Ansonsten habe ich mich wenig mit meinen Eltern gestritten und ihr Denken in Ihren Grenzen akzeptiert – es schadete mir ja nicht. Der Bogen spannte sich bis zu meiner letzten Geschäftsführertätigkeit, wo ich mit Korruption und Betrug in erheblichem Umfang konfrontiert wurde. Dies war für mich inakzeptabel, also musste ich handeln, um mir meine Integrität zu erhalten.

Die Erfahrung der Grenzen ermöglichte es mir, diese Grenzen auszulöschen und aus meinem Leben zu ENTFERNEN. Grenzenlos leben bedeutet, Grenzen zu überschreiten. Der Vorgang des Überschreitens beendet die Wirkung der Grenze, es löscht die Grenze und entfernt sie aus dem Leben. 

Auf die angeführten Bespiele bezogen bedeutet dies: Meine Eltern wollten nicht, dass ich arbeiten gehe und die Schule vernachlässige, sie verboten es mir. Ich ignorierte das Verbot, weil ich wusste, dass ich im Leben meinen eigenen Weg gehen muss, ich überschritt die Grenze. In der Firma, wo ich zuletzt arbeitete, gab es eine Firmenkultur basierend auf Unehrlichkeit und Betrug. Ich überschritt die Grenze dieser Firmenkultur, indem ich zu meinen Werten stand und diese Kultur auslöschte, auch wenn ich dafür am Ende selbst gefeuert wurde.

In der Rückschau wurde mir aber auch bewusst, dass das Entfernen der Grenze nie der letzte Schritt gewesen war, wenn ich Grenzen erfolgreich überschritten hatte. Es gab auch Grenzen in meinem Leben, die ich mehrfach und immer wieder überschritten hatte. Warum?

Mir wurde bewusst, dass ich eine Grenze erst dann wirklich überschritten hatte, wenn ich sie hinter mir gelassen, wenn ich sie losgelassen hatte. LOSLASSEN ist der Schlusspunkt beim Lebensweg mit der FEEL-Methode. Kein Zurückschauen, kein Überlegen, kein „Was wäre gewesen, wenn …“. Gelebtes Leben ist gelebt, es ist nicht wiederholbar. 

Das Loslassen ermöglicht erst den Lebensweg mit der FEEL-Methode. Denn wer seine oder ihre erste Grenze gefunden und überschritten hat, wird die nächste Grenze finden. Und die nächste. Und noch eine. Deswegen nenne ich die FEEL-Methode auch Lebensweg oder den endlosen Circle of Life. Grenzen überschreiten, um grenzenlos zu leben, hört niemals auf. Es ist eine Haltung, die dauerhaft frei und unabhängig macht.

Mein ganzes Leben habe ich seitdem nach der FEEL-Methode geführt. Von Scheidung bis Auswanderung, von Geschäftsgründung bis Geschäftsbeendigung habe ich mein ganzes Leben meine Grenzen gefunden, sie erfahren, kennengelernt und bewertet, sie überschritten und sie hinterher gelassen. 

Schon bald nach dem Entdecken der FEEL-Methode erkannte ich, dass dieses Handlungskonzept universell ist und jedem helfen kann. Ich stellte fest, dass sich FEEL hervorragend mit den Gesetzen des Lebens integrieren lässt und in letzter Konsequenz eine konkrete Umsetzung dieser Gesetze darstellt.

Deshalb begann ich vor 15 Jahren dieses Wissen weiterzugeben und die Weitergabe zu systematisieren. Das Schöne an FEEL ist, dass jeder, der oder die sich einlässt, FEEL lernen kann. Ich habe in den letzten 15 Jahren ein verlässliches Toolset entwickelt, dass es jedem und jeder ermöglicht, FEEL, also Gefühl, in sein oder ihr Leben zu bringen.

Ich durfte in den letzten 15 Jahren FEEL in unzähligen Coachings und Trainings an Führungskräfte und Investoren weitergeben und habe hierbei immer wieder das Heureka-Erlebnis bei diesen Menschen erlebt. Ich habe gelernt, dass den meisten Menschen am Anfang der Anfang und das Ende der Methode schwer fällt. Das F braucht bei dem einen oder anderen oft eine lange Suche und das L fällt am Anfang vielen Menschen viel schwerer als sie sich eingestehen wollen oder können.

Am Ende höre ich aber immer: Es geht! Ich bin frei! Ich bin unabhängig! Ich fühle mich wie neu geboren!

Klingt gut? Ist gut! 

Wenn Du Dich auch auf den Weg machen willst, grenzenlos zu leben – allein, zu zweit oder mit Deinen Mitarbeitern – dann schreibe mir an klaus@grenzenlos-leben.com. Wir finden Deinen Weg. Versprochen!

Was sind Deine Erfahrungen mit Grenzen? Ich bin gespannt. Schreibe es mir bitte in den Kommentaren oder gern auch direkt. Wer bis hierher gelesen hat, sollte am besten gleich mit den Gesetzen des Lebens weitermachen:

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