Was hilft Dir die Vergangenheit?

„Was hilft Dir die Vergangenheit?“ frage ich Dich heute. Warum ich Dich das frage? Ich hatte heute ein richtig geiles DejaVu mit einem wunderbaren Kundendiensttechniker von Frontier, der bei mir eine Glasfaserleitung schalten sollte.

Als ich die Tür öffnete und ihn mit einem strahlenden „Hello, how are you?“ begrüsste sah er mich gequält an und meinte: „Hey man, it’s Monday!“ Oh, Mann dachte ich mir, bin ich in Deutschland? Normalerweise erhält man in Amerika nicht eine so saudoofe Antwort. Ich fragte ihn, ob er German roots hat, was er mürrisch, nicht den Hintergrund meiner Frage verstehend, verneinte.

Völlig konfus wurde er, als ich ihm vorschwärmte wie schön das Wetter ist (was es wirklich war) und ihm erklärte, dass für mich der Montag der geilste Tag der Woche ist, weil endlich eine neue Woche beginnt. Sein Blick verriet mir, dass er mich weniger als gar nicht verstand.

Er war aber noch nicht zu seiner Höchstform aufgelaufen! Als ich ihm die Situation zeigte und ihn darauf hinwies, dass die eigentlich vorhandene Infrastruktur bei Bauarbeiten zerstört worden war und er alles neu installieren muss (nichts anderes ist sein Job!) brach er in endloses Lamentieren aus. „Warum er immer die Jobs kriegt, die doof sind?“ Warum die Infrastruktur vom Mitbewerber nicht zerstört worden war?“, „Und warum es überhaupt jetzt 500 MBit Geschwindigkeit gibt, ging doch früher auch anders!“, „Warum das Leerrohr (das wir vorsorglich installiert hatten) von ihm gesucht und ausgebuddelt werden muss?“ und noch manches mehr.

Der gute Mann war maximal 40, nicht 60 und auf die Rente wartend! Ich fragte ihn, warum er denn den Job macht, wenn alles so Scheisse ist und er meinte er muss ihn noch 20 Jahre machen! Der arme Kerl, das ist ja länger als lebenslänglich in Deutschland!

Normalerweise erlebt man so etwas in Amerika eigentlich nie, aber er war ein regelrechter Flashback nach Deutschland für mich. Nahezu 1:1 war es in Deutschland verlaufen, als wir dort Glasfaser erhielten: Meckern, Fingerpointing und klagen, warum X und Y in der Vergangenheit dies und jenes gemacht oder nicht gemacht haben.

Ich möchte gerecht sein. Er machte einen Superjob, picobello, wirklich perfekt. Aber ich habe verstanden wie schlimm es für ihn sein muss jeden Tag mit dieser Haltung aufzustehen und loszufahren. Tagaus, tagein, aus seiner Sicht noch 20 Jahre ohne Freude. 7300 Tage dieser Frust und diese Monotonie. Das ist wirklich wie lebenslänglich.

Ich möchte Dich nun fragen: „Wo ist hier das Problem?“

Sein Job? Nein. Er ist gut bezahlt, besser als viele andere hierzulande. Und wenn die Aufgabe ihm nicht mehr gefällt kann er sich ja etwas anderes suchen. In seinem „Lebenslänglich“ ist er ja nicht eingesperrt.

Obwohl …, das ist falsch formuliert.

Natürlich ist er eingesperrt, vielleicht viel schlimmer als lebenslänglich. Er ist gefangen in seinem kaputten, nach hinten gewandten Denken, das vor ihm nur 20 Jahre Warten auf die Rente entdecken kann. Das ist fürchterlich traurig.

Genau dies erlebe ich immer wieder bei Menschen, die die Vergangenheit glorifizieren oder, schlimmer noch, als Ausrede und Entschuldigung für alles und jedes heranziehen. Was haben dem armen Mann alle seine rückwärts gewandten Gedanken gebracht, außer dass sie ihn schon am Montagmorgen in eine sehr schlechte Stimmung gebracht haben?

GAR NICHTS!

Wer dann noch Rückwärtsdenken mit Zukunftspessimismus koppelt hat den Masterplan für ein trauriges Leben. Denken wir bitte an die sieben Lebensgesetze. Dieser Mann kannte höchstwahrscheinlich das Gesetz der Schwingung nicht, was besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht. Mit seinem Denken sorgt er tagtäglich dafür, dass er auch zukünftig garantiert die blödesten Jobs erhält (der Job bei mir war wirklich nicht toll zu erledigen). Und mit seinem Blick in die Zukunft garantiert er sich, dass sein zukünftiges Leben vermutlich noch etwas schlechter werden wird, als er es sich heute vorstellt.

Verstehst Du das Problem?

Du bist, was Du denkst und Du ziehst immer das an, was Du denkst. Das ist ein Gesetz des Lebens, das kannst Du nicht verändern, das kannst du nur akzeptieren und anwenden. Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Deshalb:

Leckst du verschütteten Wein vom Fussboden auf? Also hör auf nach hinten zu sehen und Dich und andere mit Vergangenem zu belästigen. Andere nervt das (auch wenn sie es Dir vielleicht nicht sagen) und Dich selber machst Du damit sehr zuverlässig klein und kaputt.

Was hilft es Dir über Probleme nachzudenken, die Du noch gar nicht hast und oftmals nie haben wirst? Verschwende Deine Kapazitäten nicht damit Blödsinn zu denken und über die Zukunft so zu denken wie mein Monteur ist garantiert Blödsinn!

Also lebe im Hier und Jetzt, in der Gegenwart, mit jedem Deiner Gedanken und Deiner Gefühle. Das hilft Dir, Deine Vergangenheit so zu akzeptieren wie sie war und in der Gegenwart mit voller Power Dein Leben zu gestalten. Denke positiv! Denn dann wird die Zukunft Dir auch Freude machen, weil Du die ersten Schritte zu einem grenzenlosen Leben machst.

Garantiert!

Was meinst Du dazu? Schreibe es mir bitte in die Kommentare.

Da ich in diesem Artikel die Lebensgesetze erwähnt habe, verlinke ich einmal Informationen hierzu:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

dolor. non risus ut sem, Lorem