Die Zeit fliegt – Grenzenlos leben mit Fotos

„Die Zeit fliegt!“ höre ich oft. „Je älter ich werde, um so mehr fliegt sie.“ höre ich fast noch öfter. Wirklich? Was hat das Thema grenzenlos leben mit Fotos denn damit zu tun?

Zunächst einmal widerspreche ich. Nein, die Zeit fliegt nicht. Zumindest nicht für Menschen, die bewusst leben. Auch nicht für Menschen, die jeden Moment geniessen und im Hier und Jetzt leben. Und noch weniger für Menschen, die wissen, wofür sie leben und warum sie morgens aufstehen.

Die Zeit fliegt, wenn ich meinen Tag mit Zeitung lesen, Smartphone nutzen und Fernsehen verbringe. Ganz einfach, weil das Unterbewusstsein jeden Tag wartet, dass endlich einmal etwas Vernünftiges geschieht und mal etwas Vernünftiges gedacht wird.

Und weil Menschen, die so ihren Tag verbringen, meistens nicht in der Gegenwart und zufrieden leben. Sie schauen stattdessen nach hinten und beklagen sich, was alles nicht geklappt hat, was besser war und was hätte sein sollen. Und ihre Gedanken schweifen in die Zukunft – was für Probleme kommen werden, was nicht klappen wird und wie schwer alles werden wird.

Wer so drauf ist braucht sich am Ende nicht zu wundern, dass die Zeit fliegt, weil er oder sie buchstäblich an der Gegenwart vorbeifliegt. Aber das ist nicht die Zeit, das sind die Menschen selber, die tagtäglich ihr eigenes Leben versäumen, weil sie in ihren negativen Gewohnheiten gefangen sind.

Ein gutes Hilfsmittel in der Gegenwart anzukommen sind zwei Tools, die Dir auf vielen Seminaren zur Persönlichkeitsentwicklung vorgeschlagen werden. Man sollte ein Erfolgstagebuch und ein Dankbarkeitstagebuch führen. Jeden Abend oder Morgen, als feste Routine. JEDEN! Deshalb ja ROUTINE!

Viele meiner Trainerkollegen empfehlen dies in einem schönen Buch klassisch auf Papier aufzuschreiben, basierend auf der Erkenntnis der Lerntheorie, dass Aufgeschriebenes besser und tiefer im Gedächtnis verankert wird. Wenn Du das schon so tust – wunderbar. Wenn Du es Dir gut vorstellen kannst, prima. Dann fang einfach an!

Ich teile allerdings nicht die Sicht meiner Kollegen und führe beide Bücher selbst mit Hilfe von Trello auf dem Computer oder meistens auf dem Smartphone im Bett. Ich akzeptiere den traditionellen Vorteil des Schreibens, aber wer diesen in den Vordergrund stellt, denkt zu kurz.

Ein wesentlicher Sinn dieser Tagebücher ist nämlich, dass man regelmäßig in ihnen blättern soll und sich dadurch seine Erfolge und seine Dankbarkeit ans Leben bewusst machen kann und soll. Und das erfolgt bei den meisten Menschen deutlich zu selten. An dieser Stelle punktet das elektronische Tagebuch, das einem regelmäßig Ereignisse aus der Vergangenheit präsentiert, man schaut sie auf diese Weise viel häufiger an. Und dieser Vorteil überwiegt in meinen Augen den des Schreibens um ein Vielfaches, denn der Sinn dieser Tagebücher ist nicht in erster Linie die kurzfristige Bewusstmachung, sondern die langfristige. Und diese wird mit Computertools weit besser adressiert.

Ein weiterer Vorteil bei Tools wie Trello ist, dass man automatisch viel mehr Daten mit erfasst – Orte, Wetter etc. Aber der größte Vorteil ist, dass man Fotos integrieren kann, dies ist das Killerfeature dieser Tools. Denn Visualisierung schlägt alles und bringt Dir ein ganzes Feuerwerk an Gedanken in der Rückschau!

Jetzt kannst Du einwenden: „Fotos kann ich auch in ein Papierbuch einbringen.“ Klar! Und wie realistisch ist die Umsetzung? Dein zweiter möglicher Einwand ist interessanter: „Welche Fotos?“ Ja, das ist natürlich wahr, wenn Du nicht oder kaum fotografierst.

Wenn das so ist, solltest Du es allerdings schleunigst ändern! Warum? Wenn Du tagtäglich viele Fotos machst, ist das im Laufe der Zeit wie ein eigenständiges Tagebuch, es dokumentiert Dein Leben, Deine Gefühle, Deine Erfahrungen, Deine Höhen und Deine Tiefen. Im Jahr 2020 hat fast jeder Mensch ein Smartphone, das ihn oder sie dazu in die Lage versetzt.

Ich fotografiere seit vielen Jahren sehr viel und für mich sind meine Fotos zugleich Erfolgs- und Dankbarkeitstagebuch. Ich blättere jeden Tag in meinen Fotos und meditiere oft dabei. Fotos sind für mich noch wertvoller als die beiden Tagebücher, was diese nicht abwerten soll. Aber Fotos zeigen Dir Deine Entwicklungen und Lebenslinien, wenn Du regelmäßig fotografierst.

Warum?

Ganz einfach. Die meisten Menschen sind visuell und das Betrachten von Fotos ermöglicht uns Assoziationen, die wir ohne die Fotos nicht oder nur schwer erlangt hätten.

Deshalb: Gewöhne Dir an jeden Tag und viel zu fotografieren, besser kannst Du Dein Leben nicht dokumentieren und dann noch nach vielen Jahren darüber reflektieren. Und schreibe – wenn Du es noch nicht machst – beide Tagebücher. Dann bist Du perfekt aufgestellt um bei Dir selbst anzukommen, was eine der wichtigsten Voraussetzungen für grenzenloses Leben ist. Und auf einmal rast die Zeit auch nicht mehr! Versprochen!

Ein letzter Tipp. Immer wieder höre ich, dass Menschen alle ihre Fotos verloren haben. Das Smartphone ging kaputt oder wurde geklaut. Dumm gekommen, wenn man dann kein Backup hat! Geiz ist geil ist in diesem Zusammenhang – in jedem anderen übrigens auch – ein ganz blödes Konzept. Im Jahr 2020 ist es eigentlich unmöglich seine Fotos zu verlieren, man muss nur einmal ein Backup in seine Lieblingscloud anstoßen. Ja das kostet Geld! Umsonst ist dafür der Totalverlust!

Was meinst Du zu diesem Thema? Schreibe es mir bitte in den Kommentaren.

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