Grenzen ohne Ziele? Ziele ohne Grenzen?

Du verstehst die Fragen  nicht? Dann lies sie bitte noch einmal. Also: Grenzen ohne Ziele? Ziele ohne Grenzen? Du verstehst es immer noch nicht?

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und viele Menschen machen sich Gedanken über ihre Ziele im neuen Jahr – auch oft Vorsätze genannt.  Auch Du nimmst Dir vielleicht für das neue Jahr – hoffentlich ganz ernsthaft – das eine oder andere vor, was Du unbedingt in 2020 umsetzen willst und wirst. Und ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass es Dir wunderbar gelingen wird!

Doch halt! Hast Du Dir nicht auch 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, … manches vorgenommen und Dir Ziele gesetzt? Du hast es getan und Deine Ziele erreicht? Glückwunsch, Du bist ein Gewinner. Doch ich höre auch das Gegenteil. Vor Weihnachten sagte mir sogar jemand: „Ich setze mir keine Ziele mehr, das klappt ja eh nie.“ Ich fragte ihn, was seine Ziele gewesen seien und er sagte mir sein Ziel war es abzunehmen. 5 kg zugenommen hat er seit letztem Weihnachten. Er ist nicht der Einzige mit diesem Ergebnis in unserer modernen Gesellschaft und dieses Beispiel ist auf viele andere Bereiche übertragbar. Doch warum ist er gescheitert?

Kommen wir nun zu unseren Eingangsfragen. Der Wunsch „abzunehmen“ ist viel zu diffus für sein Unterbewusstsein gewesen. Er hätte sich auch wünschen können, dass seine Weihnachtsgans sich selber brät, die Wahrscheinlichkeit des Eintreten war ungefähr auf demselben Level. So hat er sich unbewusst innerhalb seiner Grenzen, seiner Komfortzone, seiner Glaubenssätze bewegt. Er hat unbewusst seine Grenzen als gegeben akzeptiert und damit Grenzen ohne Ziele geschaffen.

Grenzen ohne Ziele sind unveränderlich, sie sind aus der Sicht des Grenzziehers quasi gottgegeben. Ich habe schlechte Gene, ich weiss auch nicht wovon ich zunehme, ich esse gar nicht so viel, ich bewege mich doch regelmäßig, bla bla bla. What the f…! Wenn Du das sagst, wirst Du es auch glauben und leben, Dein Scheitern ist programmiert. Wer so denkt ist nicht allein, das macht es gefährlich und zugleich verlockend. Du wirst immer Menschen finden, die Dir bestätigen, dass es schwer, unmöglich, brutal, unmenschlich usw. ist, diese Grenzen zu überwinden. Wer so denkt, möge so denken. Ich nenne es das kontrollierte Warten auf den Tod, denn Du kannst ja eh nichts verändern.

Auf den ersten Blick besser sind Ziele ohne Grenzen. Aber wirklich nur auf den ersten Blick. Wenn Du Dir Ziele setzt ohne Dir Deiner Grenzen bewusst zu sein, senkst Du Deine Erfolgsaussichten unbewusst noch stärker als im Lebensmodell Grenzen ohne Ziele. Warum? Deine Enttäuschung beim Scheitern ist noch größer und Du fühlst Dich noch unwohler in Deiner Haut. Warum wirst Du bei diesem Konzept wahrscheinlich scheitern? Wer sich seiner Grenzen nicht bewusst ist – und das sind sich sehr viele Menschen nicht – wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zu seinen Zielen ganz unbewusst an diesen Grenzen hängenbleiben.

Wenn Du Dir nicht bewusst bist, dass die kleinen Snacks im Büro Deine Grenze sind, wirst Du nicht aufhören. Wenn Du Dir nicht bewusst bist, dass Du gesund frühstücken musst, damit Du andere Grenzen überschreiten kannst, wirst Du scheitern. Ganz einfach: Wenn Du Deine Grenzen nicht kennst und Dir bewusst machst, wird Dich Dein Unterbewusstsein immer innerhalb dieser Grenzen halten. Unbewusst, aber sehr sicher. Versprochen!

„Ja soll ich mir denn gar keine Vorsätze suchen?“ fragst Du jetzt vielleicht. Doch, natürlich, wenn Du Deine Grenzen kennst, unbedingt. Wenn Du aber zu der nicht kleinen Gruppe von Menschen gehörst, die ihre Grenzen nicht kennen oder sich zumindest nicht sicher sind, helfen Dir Vorsätze nicht wirklich. Dann empfehle ich Dir lieber einmal über Deine Grenzen nachzudenken, das ist viel sinnvoller für Dich.

Wie das am besten geht erzähle ich Dir morgen. Schreibe mir bitte Deine Gedanken hierzu in die Kommentare.

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