Living is giving – an wen?

Die Frage ‚Living is giving – an wen?‘ wurde mir in der letzten Zeit öfter gestellt und sie ist nicht einfach zu beantworten. Das Thema habe ich grundsätzlich vor einigen Wochen im Beitrag Geben ist seliger denn Nehmen besprochen, den Du lesen solltest, wenn Du mit dem Thema nicht vertraut bist. Dort habe ich aber nicht geschrieben, an wen man am sinnvollsten spenden sollte.

Oft wird gesagt: „Es gibt so viel Elend vor der Haustür, man sollte hier spenden.“ Ja, das stimmt. Und wenn Du Dich damit am besten fühlst ist dies ein großartiger Weg Gutes zu tun. Du siehst direkt was passiert und Du kannst oft sogar noch mit dem Empfänger in Interaktion treten, Du bist beteiligt und kannst Dich oft sogar noch selbst einbringen.

Womit wir beim nächsten Punkt sind. JEDE(R) kann geben, denn es gibt viele Möglichkeiten jenseits des Geldes. Du kannst beim Jugendsport helfen, Du kannst den Wald aufräumen, Du kannst Deinen Hund zum Therapiehund ausbilden und kranke Menschen besuchen, Du kannst im Altersheim vorlesen – die Möglichkeiten sind grenzenlos und Du verschenkst hierbei etwas viel Wichtigeres als Geld – Deine Zeit.

Sich selbst einzubringen kann viel bereichernder sein als Geld zu spenden und kann in Deutschland noch viel mehr Menschen brauchen. Soziales Engagement ist hier in Amerika viel verbreiteter und wird Volunteering genannt. Voluteering ist in Amerika deshalb so verbreitet, weil die Erwartung an den Staat viel geringer ist, hier ist das gegenseitige Helfen viel verbreiteter als in Deutschland.

Vielleicht kannst und / oder willst Du Dich aber selbst nicht einbringen, dann sind Geldspenden ein guter Weg. Hierbei gilt es aber, sich zu entscheiden, an wen man spendet. Bitte mache nicht den Fehler Spenden unter 100 Euro zu stückeln, denn dann wird zuviel von Deiner Spende für die Verwaltung verwandt. Der Verwaltungsaufwand 5x 20 Euro zu verbuchen ist 5x höher als einmal 100 Euro.

Du solltest auch immer überlegen, an wen Du spendest. Nicht jede Organisation ist empfehlenswert. Doch wie findest Du die richtige Organisation? Oft wird nur danach geschaut, wer die niedrigsten Verwaltungskosten hat. Doch das ist falsch, wie Du bei Effektiver Altruismus nachlesen kannst. Eine Organisation, die für 100 Euro bei 5% Verwaltungskosten 10 Menschen hilft ist weniger effektiv als ein Organisation, die für 100 Euro bei 25% Verwaltungskosten 75 Menschen hilft. Der erste Blick ist oft nicht der richtige.

Du kannst die besten Organisationen immer im Internet recherchieren. Das Spenden-Ranking: Bei diesen Organisationen ist dein Geld gut aufgehoben kann ein guter Startpunkt sein. 2018 waren dies in der Entwicklungshilfe die Welthungerhilfe, für Kinder und Jugendliche die SOS-Kinderdörfer, im Bereich Gesundheit die Christoffer-Blindenmission, für Umwelt und Natur Greenpeace und für Tiere der Deutsche Tierschutzbund.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen vergibt das DZI Spenden-Siegel und ermöglicht Dir hierdurch den Dschungel an Hilfsorganisationen besser zu durchschauen und die für Dich wichtigen und richtigen Organisationen zu unterstützen.

Egal was Du machst, egal ob Du Dich selbst einbringst, spendest oder sogar beides tust, Du wirst immer eines erleben: tiefe Zufriedenheit und Glück durch Dein Handeln. Genau deshalb ist das Motto ‚Living is Giving‘ so essentiell für ein grenzenloses Leben. Oder wie ich es im oben verlinkten Beitrag ausgedrückt habe:

Positive Erfahrungen und Erlebnisse beim Schenken bringen Dich Dir selbst sehr viel näher. Du verzichtest bewusst auf etwas, damit es anderen besser geht und das verdeutlicht Dir fast immer Deine eigene Situation mit allen ihren Chancen und Grenzen. Du lernst beim Schenken und Geben sehr viel mehr über Dich selbst als über andere und die Erfahrungen, die Du dabei mit anderen machen kannst und machen darfst sind ein wunderbarer Spiegel für Deine eigene Situation. Und Du verstehst den wahren Sinn von “Geben ist seliger denn Nehmen”. Für Deine Chancen, für Deine Grenzen, für Deine Ziele.

Was ist Deine Einstellung zu ‚Living is Giving‘. Schreibe es mir bitte in den Kommentaren. In diesem Zusammenhang ist auch ein Verweis auf die Gesetze des Lebens hilfreich. Lies einmal hier weiter:

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