Denken oder gedacht werden?

Eine Frage bestimmt ganz entscheidend, ob Du ein gelungenes und glückliches Leben führst: Denken oder gedacht werden? Wenn Du Dir diese Frage selbst stellst, wirst Du vermutlich spontan antworten, dass Du denkst und nicht gedacht wirst. Doch ist das wirklich so?

Sehr viele Menschen werden gedacht, auch wenn sie glauben, dass das, was sie denken, ihre eigenen Gedanken sind. Der Grund hierfür ist, dass Menschen Informationen immer mit demselben Schema verarbeiten und abspeichern und dieses Schema selten bis nie überprüfen, hinterfragen und erneuern. Das Schema ist aber in ganz vielen Fällen nicht eigenem Denken entsprungen sondern (über Jahre) adaptiert.

Jeder Mensch entwickelt im Laufe des Lebens ein spezifisches, einmaliges Denk- und Handlungsmuster, mit dem er oder sie durchs Leben geht. Es gibt unterschiedliche Wege, die die Menschen nutzen, um die auf sie einströmenden Informationen zu verarbeiten und zu überdenken. Manch einer denkt und entscheidet schnell und spontan, der nächste wägt lang und ausführlich ab und manche denken weniger und entscheiden sich selten oder nie.

All dies bildet aber nur den Prozess des Denkens ab. Es sagt nichts über die Herkunft der Gedanken. Jeder Mensch folgt bestimmten Glaubenssätzen die ihm helfen sein Leben zu strukturieren. Mit diesen Kompass entscheidet er, was richtig und was falsch ist, was gut und was böse ist und wie er mit welcher Situation umgeht.

Alle Informationen und Gedanken, die der Mensch den ganzen Tag und auch im Schlaf denkt, spiegelt er oder sie an diesen Glaubenssätzen und glaubt hierbei, dass er denkt. Doch dieses in den meisten Fällen nicht richtig, da diese Form des Denkens ein erlernter Prozess ist, der den Menschen als ‚Denken‘ vorgegeben wurde. Objektiv ist es aber ein Kurshalten.

In Wirklichkeit ist diese Form des Denkens nur eine Adaption dessen, was Eltern, Schule, Gesellschaft, Religion und manch anderer Einfluss dem Menschen als den richtigen Weg des Denkens gelehrt haben. Bei diesem ‚Denken‘ denkt der Mensch nicht selbst, sondern folgt Regeln, die andere für ihn (vor)gedacht haben. Dies ist ein endloser Kreislauf im Leben der Menschen, den die meisten Menschen sich nicht bewusst machen. Sie denken nicht selbst, sondern sie folgen Regeln die Ihnen – wer auch immer – vorgegeben hat. Sie werden gedacht.

Auf diesem Regelkreis basiert(e) die Organisation von Gesellschaften schon immer, dieses war im alten Rom nicht anders als in Deutschland oder Amerika im Jahr 2020. Der Prozess des ‚Gedacht werdens‘ wird in besonderen Zeiten immer besonders deutlich. Von Diktaturen bis zu Euro-Einführung, von Minderheitenverfolgung bis zu Glaube, schon immer werden Menschen gedacht (und oft manipuliert) und denken nicht selbst.

Der Mensch, der gedacht wird, neigt dazu, sein Denken, sein Weltbild und seine Glaubenssätze nur mit den passenden Informationen zu ergänzen und hört regelmäßig auf selbst zu denken und zu hinterfragen. Statt das ganze Bild zu betrachten findet nur ein (gewünschter) Ausschnitt Eingang in seine Wahrnehmung.

Nur wenige Menschen denken wirklich. Denken quer, neu, oder out of the box. Aber nur die Menschen, die denken, verändern die Welt. Hierfür bedarf es nicht der großen Beispiele wie Galilei und Einstein. Das Denken jedes einzelnen Menschen kann die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Das Denken jedes einzelnen Menschen ist ausserdem hochgradig disruptiv, da ist das System des ‚Gedacht werdens‘ unterbricht und beendet.

Die aktuelle Corona Panik ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn alle Menschen denken würden, wären die Regale nicht leer und es würde keine Angst bestehen. Wenn Menschen denken würden, würden sie verstehen, dass das Leben ein wunderschönes Erlebnis mit garantierten Ablaufdatum ist. Jedes Leben endet tödlich. Am Tag, wo Menschen beginnen, sich diese Tatsache bewusst zu machen, endet die Angst vor dem Tod (eine Urangst) und es beginnt ein bewusstes Leben und Denken, in dem man erkennt, dass jeder Tag der letzte sein kann und man deshalb jeden Tag als das annimmt, was er ist: ein Geschenk des Lebens.

Der Übergang vom ‚Gedacht werden‘ zum ‚Denken‘ erfolgt am einfachsten dadurch, dass man bei allem im Leben die Geschichte hinter der Geschichte sucht. Nichts im Leben ist zufällig. Dies weißt Du, wenn Du die Gesetze des Lebens verstanden hast. Die Geschichte hinter der Geschichte findest Du, wenn Du die Sachverhalte und Umstände deines Lebens mit den wichtigen W-Fragen konfrontierst. Immer!

  • Was ist?
  • Was tut?
  • Was nutzt?
  • Warum?

Stelle diese Fragen immer an Dein Leben und Du wirst immer öfter beginnen, die Geschichten hinter den Geschichten zu entdecken, die wahren Gründe der Dinge. Wenn Du damit beginnst, wirst Du auch immer wieder keine Antworten sofort finden. Auch das ist Leben. Um Gewissheit zu erlangen, musst Du zunächst Ungewissheit erlebt haben. Das Leben ist immer polar und dies gilt ganz besonders beim Denken.

Denken ist nicht immer einfach. Denken strengt an. Denken stösst auf Ablehnung. Denken mach Dich anders. Denken mach Dich einmalig. Aber nur Denken verbindet dich mit Deinem Leben und mit Dir selbst. ‚Gedacht werden‘ verbindet Dich niemals mit Dir selbst und instrumentalisiert Dich..

Wenn Du grenzenlos leben möchtest, wirst Du Denken im Sinne von selber denken lernen müssen. Die Begrenzungen des ‚Gedacht werdens‘ halten Dich von grenzenlosem Leben ab. Das, was vorgedacht wird, was Common Sense ist, was ‚man‘ macht und was wer auch immer für richtig hält sind die Grenzen deines Lebens. Deshalb bedeutet grenzenlos leben, selber zu denken. Das ist nicht immer einfach. Es gibt Dir erst recht nicht immer die richtigen Antworten. Das ist anstrengend. Und das Ergebnis steht niemals fest. Aber das Ergebnis lohnt am Ende jede Anstrengung, wenn man den Weg erst einmal verstanden hat.

Wenn das für Dich spannend und lohnend klingt, registriere Dich schon heute für FEELution, damit Du bei den ersten dabei sein kannst, die zu grenzenlosem Leben aufbrechen.

Was sind deine Gedanken zu „Gedacht werden oder denken“? Schreibe es mir bitte in den Kommentaren. Auch interessant für Dich:

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