Multitasking – Lösung oder Problem

Multitasking – Lösung oder Problem stellt Dir die Frage, ob es sinnvoll ist, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun oder gleichzeitig zu denken. „Kein Problem“ denkt der eine oder andere jetzt vielleicht. Doch urteile nicht zu rasch.

Kennst du das? Du stehst morgens auf, Dir schießen ein dutzend Dinge durch den Kopf, was Du alles zu tun hast. Manchen Menschen gehen auch alle ihre Probleme durch den Kopf, manchen Menschen gehen gar keine Probleme, sondern allenfalls Lösungen durch den Kopf.

Was macht den Unterschied?

Viele Menschen machen sich selbst verrückt, weil sie glauben, dass sie unendlich viel zu tun haben. Es ist egal, ob das objektiv so ist oder nur subjektiv so empfunden wird. Menschen, die so denken, neigen dazu, Multitasking zu betreiben, in der Psychologie auch Mehrfachaufgabenperformanz genannt.

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu Multitasking, die alle nachgewiesen haben, dass die Effizienz beim abwechselnden Bearbeiten unterschiedlicher Aufgaben in aufeinanderfolgenden, meist kurzen Zeitabschnitten im Vergleich zur separaten Bearbeitung nacheinander sinkt und zu Fehlern, einem erhöhten Unfallrisiko und insgesamt einer Minderung der Leistung führt.

Dies gilt alters- und geschlechtsunabhängig. Die bei Frauen oft verbreitete Annahme, dass Frauen Multitasking (besser) können, ist schlicht falsch. Multitasking ist für jeden Menschen falsch und schlecht. Multitasking ist ein hochwirksames und sicheres Depressionsprogramm. Ein Mensch, der so arbeitet, merkt, dass seine Ergebnisse oft suboptimal sind, was sehr oft zu dem unangenehmen Nebeneffekt führt, eine Verbesserung mit noch mehr Multitasking anzustreben. Eine Abwärtsspirale ist programmiert.

Multitasking kann durch ein effizientes Programm zur Selbstorganisation umgangen und verlernt werden. Hierzu gibt es viele Konzepte, die hier nicht Gegenstand der Betrachtung sind. Hier stelle ich die Frage, warum manche Menschen Multitasking tun und andere nicht.

Meine Beobachtungen über viele Jahre haben mir gezeigt, dass es eher unsichere Menschen sind, die versuchen, Multitasking anzuwenden. Sie wollen unbedingt performen, sie wollen gut sein, sie geben sich Mühe. Deshalb stehen sie schon morgens mit einem dutzend von Dingen im Kopf auf und programmieren sich hiermit – unbeabsichtigt – auf Chaos im Kopf.

Selbstsichere Menschen wissen sehr viel häufiger, dass sie besser arbeiten, wenn sie eines nach dem anderen tun und lassen sich von Störungen auch sehr viel weniger beeinträchtigen und ablenken. Sie ziehen ihr Ding durch und wissen deshalb schon beim Aufstehen: „Heute wird ein guter Tag!“

Interessanterweise habe ich im Laufe der Jahre festgestellt, dass Menschen, die mit der FEEL-Methode leben, nie mit Multitasking arbeiten. Selbst Menschen, die mit Multitasking gearbeitet haben, hören, nachdem sie die FEEL-Methode erlernt haben, wie von selbst damit auf.

Warum?

Die FEEL-Methode hilft Dir dabei, Dich zu fokussieren. Das Anwenden der FEEL-Methode im Leben führt dazu, dass Du Deinen Alltag und Deine Aufgaben – bewusst und unbewusst – auf Grenzen untersuchst. Du findest diese, Du erkundest diese, Du entfernst diese und lässt sie final los.

Wer angefangen hat mit FEEL Grenzen zu überschreiten entscheidet sich, sobald FEEL zur Routine geworden ist, unbewusst immer dafür, sein Leben mit FEEL zu betrachten. FEEL und Multitasking sind aber unvereinbar, weil FEEL ein Regelkreis ist, der nicht funktioniert, wenn Du zwischen vielen Grenzen hin und her springst.

„One after the other!“ ist die Devise für Erfolg.

Was sind Deine Erfahrungen mit Multitasking? Schreibe es mir bitte in den Kommentaren. Ein anderer interessanter Beitrag:

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