Grenzüberschreiter 4: Lawrence Anthony

Lawrence Anthony“Wer ist das denn?“ fragst Du jetzt vielleicht? Das verstehe ich gut, das hätte ich bis vor wenigen Wochen auch noch gesagt. Doch dann stieß ich auf Amazon auf das Buch „Der Elefantenflüsterer: Mein Leben mit den sanften Riesen und was sie mir beibrachten“ und ich konnte gar nicht aufhören das sehr gut gelesene Hörbuch anzuhören. Da war es für mich dann nur logisch, dass der Beitrag hierzu Grenzüberschreiter 4: Lawrence Anthony heißen muss.

Wer war Lawrence Anthony? Lawrence Anthony war ein südafrikanischer Naturschützer und Abenteurer, der leider viel zu früh verstorben ist. Er hat bis dahin aber im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos gelebt. Sein Leben kann Du bei Interesse im verlinkten Wikipedia-Artikel nachlesen.

Lawrence Anthony bringt den Inhalt des Buches im Prolog sehr gut auf den Punkt:

Als ich 1999 gebeten wurde, eine Herde verhaltensauffälliger Wildelefanten in mein Tierreservat aufzunehmen, hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was für ein Abenteuer da auf mich zukam. Weder war mir bewusst, mit welchen enormen Herausforderungen ein solches Unterfangen verbunden ist, noch hätte ich je geglaubt, wie sehr diese Tiere mein Leben bereichern würden.

Es war ein echtes Abenteuer, sowohl in körperlicher als auch in spiritueller Hinsicht. Körperlich in dem Sinn, dass ich von Anfang an schwer unter Stress geriet, wie Sie auf den folgenden Seiten sehen werden; spirituell deshalb, weil mir die sanften Riesen einen tiefen Einblick in ihre Welt gewährten.

Der Titel dieses Buches bezieht sich übrigens nicht auf mich, denn ich behaupte keineswegs, über irgendwelche besonderen Fähigkeiten zu verfügen. Es waren vielmehr die Elefanten, die zu mir flüsterten und mich dadurch das Zuhören lehrten.

Ich bin kein Wissenschaftler, sondern Naturschützer. Wenn ich also beschreibe, wie die Elefanten auf mich reagierten oder ich auf sie, dann gebe ich ausschließlich meine eigenen persönlichen Erlebnisse wieder. Es geht hier also nicht um graue Theorie; vielmehr fand ich während unserer gemeinsamen Zeit durch praktische Erfahrung nach und nach heraus, was am besten für mich und die Herde funktionierte.

Wenn Du Tiere liebst, musst Du dieses Buch lesen. Es wird Dir vieles nahezu Unglaubliche bestätigen, was Du schon immer geahnt oder auch geglaubt hast. Wenn Du Abenteuerromane magst, ist es auch eine gute Wahl. Das Leben von Lawrence Anthony war oft spannender als gute Fiktion.

Lawrence Anthony war ein guter, ein herzensguter Mensch – wie Ajahn Brahm. Dies macht grenzenloses Leben leichter und zwangsläufiger. Gute Menschen leben meistens in der Gegenwart und folgen einfach nur ihren Gefühlen. Dies erleichtert Ihnen das FEEL (Grenzen (F)inden, (E)rfahren, (E)robern, (L)oslassen) des grenzenlosen Lebens sehr. Anthony hat sehr oft nicht über Grenzen nachgedacht, er hat sie einfach überschritten.

Lawrence Anthony hat im Umgang mit Elefanten Dinge ausprobiert, die noch kein Mensch vor ihm ausprobiert hat. Alle Experten hielten ihn für verrückt. Aber die Überschreitung dieser Grenzen hat nicht nur ihn sondern uns alle bereichert. Er hat eine Beziehung zu Elefanten aufgebaut wie zuvor nur wenige oder vielleicht auch noch kein Mensch. Warum? Er hat die bis dahin geltenden Grenzen verschoben und neu definiert.

Lawrence Anthony war außerordentlich mutig. Nicht nur im Umgang mit Elefanten, sondern auch mit Menschen. Er legte Wilderern das Handwerk, was in Afrika lebensgefährlich ist. Er ging in aufgeheizte Stammesversammlungen, um seine Sache zu vertreten, entgegen der Empfehlung der Polizei. Und er stellte sich Auftragsmördern, die den Auftrag hatten, ihn zu ermorden.

Lawrence Anthony akzeptierte keine Grenzen, er lebte wahrhaft grenzenlos. Seine Biografie ist ein Geschenk für die Welt: inspirierend, bewegend, berührend und Mut machend. Das Buch macht Mut, denn es zeigt eindrucksvoll wie schön grenzenloses Leben sein kann.

Für Dich als Grenzüberschreiter ist dieses Buch eine Pflichtlektüre. Falls Du es schon gelesen hast – stimmst du mir zu? Schreibe es mir bitte in den Kommentaren.

Ein anderer Grenzüberschreiter war Steve Jobs, über den ich in diesem Beitrag geschrieben habe:

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